Brunner-Prozess: Befragte für härtere Strafen


 

Die Angeklagten Markus S. (r) und Sebastian L.

Ergoldsbach / München. Vor der erwarteten Urteilsverkündung im Brunner-Prozess hat sich in einer Umfrage die Mehrheit für härtere Strafen in solchen Fällen ausgesprochen - auch aus symbolischen Gründen. 


In einer am Freitag veröffentlichten Emnid-Umfrage für den Fernsehsender "N24" sagten 82 Prozent der Befragten, man solle Zivilcourage würdigen, indem man die Strafen verschärft.



Bei den jüngeren Befragten bis 29 Jahre waren sogar 90 Prozent für härtere Strafen. Im September 2009 war der Manager Dominik Brunner nach Schlägen und Tritten zweier Jugendlicher am Münchner S-Bahnhof Solln gestorben. 


Die Staatsanwaltschaft fordert acht bis zehn Jahre Haft, das Urteil wird für Montag erwartet.

Ortsinformation:  Deutschland > Ergoldsbach


Leser-Kommentare (6)

spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider.
franz | 05.09.2010 17:04 |  357 Bewertungen

herr brunner

ist an den schlägen gestorben. sie sind kausal für seinen tod verantwortlich. das herr brunner an einem herzfehler litt, war zwar für die täter nicht erkennbar, liegt aber nicht ausserhalb jeglicher lebenserfahrung, weshalb auch hier kein atypischer kausalverlauf vorliegt. und noch dazu geschah die tat meines erachtens eindeutig aus niedern beweggründen -> mord.


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i| 05.09.2010 09:16 |  356 Bewertungen
@rudi

und das gegen den kopf getreten wird wenn er am boden liegt findest du normal ? sowas kann ich mir nicht vorstellen - wie die tiere - und die gehören hart bestraft - herzschwäche hin oder her


seppl| 04.09.2010 15:06 |  356 Bewertungen
@ rudi

warum ist eine herzschwäche ein grund für eine minderschwere tat???!!!
gerade die tatsache, dass herr brunner eine herzschwäche hatte, von der auszugehen ist das er sie kannte und damit auch die risiken, macht seine tat noch ehrenhafter, wenn er sich wissentlich so in gefahr gebracht hat.


Rosenstolz| 04.09.2010 09:55 |  288 Bewertungen
Erst recht Quatsch....

Man kann prinzipiell überhaupt keine Fälle über einen Kamm scheren, doch:
1. Selbst wenn ein Erwachsener mich in die Schranken gewiesen hätte, hätte in unserer Generation nie jemand den Erwachsenen angegriffen, geschweige denn diesen so lange geschlagen, so daß er auf dem Boden liegt und dann noch weiter getreten ---- geht´s noch?
2. Hat man als junger Mensch vor Erwachsenen respekt zu haben.
3. Dass Brunner ein Herzleiden hatte, gibt meines Erachtens NULL Gerechtfertigung für ein mildes Urteil, denn selbst gesunde Menschen können unter solchen Situationen Herzversagen bekommen.
Es ist doch wirklich Quatsch mit Sosse, daß ein mildes Urteil folgen soll, obwohl die beiden sehr wohl gewusst haben was sie da tun.
Die sog. "Handgreiflichkeit" von Brunner ist doch auch nicht als Vorteil für die Beiden zu rechnen - siehe Punkt 1 und 2.
Zu meiner Zeit hätte man im Fall der Beiden sich eher in Grund und Boden geschämt und hätte sich mal entschuldigt und wäre mit gesenktem Kopf von Dannen gezogen.


Leo| 03.09.2010 21:58 |  120 Bewertungen
Gottseidank

Gottseidank haben bei uns Richter Urteile zu fällen und nicht Leute, die ihr Wissen über so einen Fall aus der BILDzeitung oder anderen Käseblättern, bzw. überhaupt aus der Presse haben.
Und wer kommt überhaupt auf so Schnapsideen, Umfragen zu Gerichtsverfahren zu veranstalten? Richter entscheiden - nicht ein in irgendeiner Weise aufgehetzter Mob. Gottseidank!


rudi| 03.09.2010 18:43 |  759 Bewertungen
Quatsch mit Soße!

Man kann keine "solchen" Fälle über einen Kamm scheren, da Tathergang und -durchführung immer individuell zu berücksichtigen sind.
In diesem Fall gibt es Gründe, die für eine eher minderschwere Tat sprechen, z.B. die Herzschwäche und die Handgreiflichkeit des Getöteten.
Dass der Mob trotzdem gern pauschalisiert, ist so neu nun auch wieder nicht!

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