Der Umzug in den Bayerischen Wald ist vom Tisch
Alle Landshuter Flüchtlinge können in der Stadt bleiben
Die Landshuter Flüchtlingsunterkunft wurde geschlossen. Die Asylbewerber bleiben in der Stadt. Foto: rüd
Landshut. (rüd) Donnerstag: 13 Uhr. Der Bus nach Schöllnstein in den Bayerischen Wald stand schon da. Aber keiner ist eingestiegen. Die 19 Flüchtlinge, die bislang keine andere Unterkunft zugewiesen bekommen hatten, haben sich am Donnerstag komplett geweigert, Landshut zu verlassen.
Sie stiegen stattdessen in zwei städtische Busse. Und die brachten sie zur provisorisch eingerichteten Unterkunft auf dem Kasernenareal. Diese kurzfristige Lösung machte die Stadt möglich. Der persönliche Referent des Oberbürgermeisters, Thomas Link, sagte, die Stadt habe in den vergangenen zwei Tagen an dem Notfallplan gearbeitet. Kurz vor 13 Uhr hatten die Asylbewerber noch skandiert: "Eins, zwei, drei vier, alle Menschen bleiben hier."
Die Landshuter Flüchtlingsunterkunft wurde geschlossen. Die Asylbewerber bleiben in der Stadt. Foto: rüd
Nachdem sich alle geweigert hatten, in den Bus zu steigen, gab es ein Gespräch zwischen ihnen, der Stadt und der Regierung von Niederayern. Um 13.40 Uhr brandete Beifall auf. Alle waren mit der Interimslösung einverstanden. Hintergrund der angespannten Lage in den vergangenen Tagen ist der Umstand, dass die Flüchtlingsunterkunft geschlossen werden muss. Unter dem Gebäudetrakt war ein großes Kellergewölbe gefunden worden. Die Sicherheit sei deshalb nicht mehr gewährleistet, hieß es.
Ausführlicher Bericht in der Landshuter Zeitung am 23. Juli.
Umzug der Landshuter Asylbewerber
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