Erhebliche Brandschutzmängel am Moosburger Gymnasium
Knapp 600 Schüler werden in Container ausgelagert - Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro
Erhebliche Brandschutzmängel am Moosburger Gymnasium
Moosburg. Im Februar 1978 wurde das Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium eingeweiht. Bei den Bauarbeiten sind damals Fehler gemacht worden, die zu gravierenden brandschutztechnischen Mängeln geführt haben. Entdeckt wurden diese aber erst jetzt "per Zufall", wie Landrat Michael Schwaiger am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor Ort sagte - bei Vorbereitungsarbeiten für die energetische Sanierung der Schule, die heuer stattfinden soll. Weil gewisse Risiken sofort beseitigt werden müssen, muss der Landkreis tief in die Tasche greifen. Allein die Maßnahmen für den Brandschutz werden etwa 2,2 Millionen Euro kosten. Belastet werden auch die Schüler, denn 20 Klassen müssen in Container umziehen.
Im Zuge der energetischen Sanierung des Moosburger Gymnasiums wurden im Bauteil 1 die Decken daraufhin untersucht, wo die geplante Beleuchtung sowie Kabel- und Lüftungskanäle angebracht werden können. Dabei entdeckten die Arbeiter, dass die Systemtrennwände zwischen Fluren und Klassenzimmern nur bis zur Unterkante der abgehängten Decken führen, darüber aber ein Hohlraum ist. Die gesamte Etage ist deshalb aus brandschutztechnischer Sicht nur ein Raum. Bricht Feuer in einem Klassenzimmer aus, so könnte der Rauch über diesen Hohlraum in die Flure gelangen und diese als Fluchtweg unbrauchbar machen. Das Material der Akustikdecken und Elektrokabeltrassen stellen zudem eine erhöhte Brandlast dar.
"Das haben wir 35 Jahre lang nicht gewusst", sagte Landrat Schwaiger, "Gott sei Dank ist nix passiert." Als die Mängel bekannt wurden, hat die Verwaltung am Landratsamt reagiert und einen Plan erstellt. Nun sollen die Brandschutzmaßnahmen zusammen mit der energetischen Sanierung gemacht werden. Die 20 Klassen der Unter- und Mittelstufe, die im hauptsächlich betroffenen Bauteil 1 untergebracht sind, sollen in ein Containerdorf ausgelagert werden, damit die Arbeiten den Unterricht so wenig wie möglich stören. Knapp 600 Schüler müssen also umziehen.
Mehr dazu in der Donnerstagsausgabe der Moosburger Zeitung.
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