Der Haushalt im Großen und im Kleinen
Familienministerin Haderthauer beim CSU-Bockbierfest - Leere Kassen Singspiel-Thema
Bockbierfest der CSU in Geiselhöring. (Foto: Andrea Prechtl)
Geiselhöring. (map) Mit einem Scherz ganz schön erschreckt hat die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer die Männer am Samstagabend in Geiselhöring. "Ich will nicht die Frauen alle wieder in den Haushalt schicken", sagte sie beim Bockbierfest der CSU vor 500 Zuhörern im voll besetzten Saal des Geiselhöringer Hofes, ließ eine Kunstpause folgen und hängte an: "Aber die Männer."
CSU-Bockbierfest in Geiselhöring
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Nach diesem Kniff war ihr die Aufmerksamkeit sicher, als sie - nun ernsthaft - über ihre Vorstellungen von einer Gesellschaft sprach, die Menschen mit Kindern eine Wahl gibt, wie sie Familie leben möchten. Haderthauer schlug in der nur halbstündigen Rede einen Bogen von der Landwirtschaft über Familienpolitik und Integrationsfragen bis hin zur Bedeutung des Ehrenamtes. Der Haushalt - allerdings der der Stadt Geiselhöring - war dann auch Thema in der Fastenpredigt von Bruder Hans (Hans Bauer) und dem Singspiel "Die drei von der Tankstelle". Die Tankstelle sollte darin das Geld bringen, das der Stadt fehlt . Einen musikalischen Schlusspunkt setzte die Geiselhöringer Stadtkapelle.
Ausführlich in der Montag-Ausgabe von Straubinger Tagblatt, Bogener Zeitung und Allgemeiner Laber-Zeitung.
ARCHIV: Bockbierfest Geiselhöring
Die besten Sprüch'
Ob ich wohl genauso viel Applaus bekomme wie der Ernst Hinsken, wenn ich auch einfach nur fünf Minuten rede?
Christine Haderthauer zu Beginn ihres Auftritts
Ich verstehe mich mit Ursula von der Leyen blendend - seit sie Arbeitsministerin ist
Christine Haderthauer beim Thema Familienpolitik
Wieso bedeutet politische Arbeit eigentlich keinen Statusgewinn? Oder sagt ihr jungen Männer in der Disco als Erstes: "Hallo, ich bin JU-Kreisvorsitzender"?
Christine Haderthauer zum Thema politisches Ehrenamt
Wenn Leute kommen, die wahnsinnig meckern, guck ich mir an, ob einer da was Gescheites sagt. Wenn er was Gescheites sagt, hol ich den CSU-Mitgliedsantrag raus, wenn er ganz daneben ist, schick ich ihn zu den Linken.
Christine Haderthauer über Besserwisser
Es ist leider leer. Ich wollt's füllen. Aber der Inhalt ist irgendwie im Rathaus weggekommen.
Bürgermeister Bernhard Krempl bei der Überreichung des Geiselhöringer Haferls an Christine Haderthauer
Es is leichter, an Pudding an d'Wand zum nogeln wia von am Feier Wähla a klare Aussag z'kriagn. Seid's etz für oder gegen d'Umgehungsstraß? Eia Chef is im Stadtrat dafür, und danach lasst er si mit de Gegener in da Zeitung abbuidln.
Bruder Hans
Habt's ihr jetzt vielleicht g'wett, wer de verlorenen Kilo als Ersta wieder drauf hod? So ausagfress'n wia de Buagamoasta Krempl und Kammermeier san, merkt ma gor net, dass unser Stod koa Pulver mehr hod.
Bruder Hans
De Bam an der Straß g'hern weg, und wenn der Pannermayer vo Straubing des ned boid eisegt, dann bau ma do einfach a Regenrückhaltebecken hi und wart ma, bis se der Biber osiedelt. Der erledigt des dann.
Bruder Hans
Was de bayerische Staatsregierung des Landesbanker under Hypo Alpe Adria hint einigschob'n hat, ham mia halt am Architekten mitgeben.
Bruder Hans
Es sprachen im Singspiel "Die drei von der Tankstelle"...
"Harry": Im Gegensatz zur CSU sind wir immer zu 100 Prozent anwesend.
"Erwin": Des is aa ned schwer mit zwoa Leit.
"Harry" über die "gnädige Frau": Die is so intelligent, die raucht sogar an der Tankstelle.
"Bernhard": Im Rathaus schauts aus wie in der ehemaligen DDR.
"Harry": Moanst du iatzt des Gebäude oder die Mitarbeiter?
"Bernhard": Nein, nein, die Mitarbeiter san scho in Ordnung. Die freun sich ja, dass sie endlich wieder selber denken dürfen.
"Bernhard": Im Keller stehen riesige Aktenschränke, da steht "Geheimprojekte" drauf, und keiner hat den Schlüssel.
"Erwin": Ich tät einmal in der Straubinger Straße danach suchen.
"Erwin" über die Quelle- beziehungsweise Otto-Tante: Zu dera gehst eini, weilsd a Glühbirn braucht, und mit ana Waschmaschin kimmst hoam.
"Erwin": Wenn i an des Hin in Her bei der Umgehungsstraße denk. Einmal Nord, dann Süd, dann Regionaltrasse, dann Haindling Süd, wer soll sich denn da noch auskennen? Wenn wir keinen Bürgerentscheid gehabt hätten, wüssten wir heute noch nicht, was wir wollen.
"Harry": Wiss ma's denn jetzt?
"Erwin": Also, mir von der CSU scho.
"Harry": Mir zwoa von der SPD a.
"Bernhard": I bin mit mir a immer einig.
"Erwin": Und deine Kollegen?
"Bernhard": Mei, a paar Andersdenkende gibt's immer. Wir Freien Wähler haben schließlich keinen Fraktionszwang.
"Erwin": Des ist aber ganz wos neis. Früher hat euch einer ganz genau g'sagt, was ihr für eine Meinung zu haben habts.
Da Oid: Mein lieber Bernhard, es freut mich ja so, dass ich dich hier treffe.
"Harry": Der kann liagn.
Da Oid: Mein alter Freund, lass dich drücken.
"Bernhard": Ja, äh, ich weiß jetzt gar nicht, was ich sagen soll.
Da Oid: Aber das hast du doch noch nie gewusst. Deswegen hattest du ja mich.
"Erwin": Die Zeiten san vorbei. Der Bernhard kimt iatzt ganz guat allein zurecht.
"Harry": Weil wir ihm helfen.
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Es spielten: Gerichtsvollzieher - Sepp Feiertag, Nummer 1 (alias Bernhard) - Paul Lampert junior, Nummer 2 (alias Erwin) - Monika Stadler, Nummer 3 (alias Harry) - Herbert Lichtinger, Quelle-Tante - Beate Drexler, Gnädige Frau - Anna Erl, Da Oid - Leo Hofmeier, Bankdirektor - Hubert Karl. Am Klavier saß Eva-Maria Büttner, Text und Regie Leo Hofmeier, für die Bühnentechnik sorgten Johann Bauer und Klaus Troppmann.
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