Achterbahn der Gefühle mit Happy End für FTSV
FTSV Straubing gewinnt Niederbayern Derby gegen Dingolfing im Tie-Break
Straubing. (gk) Es war der erhoffte Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Regionalliga Süd-Ost, den der FTSV Straubing am Sonntagnachmittag in Dingolfing machen konnte. Doch das Spiel gegen den Gastgeber TVD war nichts für schwache Nerven. Am Ende stand jedoch der erwünschte 3:2 Erfolg (21:25, 25:20, 15:25, 25:22 und 15:7).
Es war eine regelrechte Achterbahn der Gefühle, die FTSV Interimscoach Heiko Koch in der Sporthalle Höll-Ost erleben musste. Los ging es mit einer rasanten Talfahrt aus Straubinger Sicht. Viele Eigenfehler in der Annahme, kaum Durchschlagskraft im Angriff und eine schlechte Abwehr waren der Garant dafür, dass der FTSV mit einem 0:1 Satzrückstand weitermachen musste (21:25).
Doch auf die Talfahrt folgte eine rasante Auffahrt. Der FTSV spielte nun druckvoll und erspielte sich zwischenzeitlich einen sieben Punkte Vorsprung. Gegen Satzende kommt Dingolfing jedoch wieder heran. Den Satzausgleich der Gäubodenstädterinnen können die Dingolfinger Damen jedoch nicht verhindern. Der FTSV gewinnt Durchgang zwei mit 25:20.
Wer nun jedoch glaubte, dass der FTSV das Spiel sicher in der Hand haben sollte sah sich getäuscht. Die Fahrt ging nun wieder rasant bergab. Annahme und Abwehr des FTSV waren nur noch stellenweise vorhanden. FTSV Coach Koch versuchte seine Damen durch zahlreiche taktische Wechsel aufzuwecken. Doch das gelang nicht. Vor allem die erfahrenen FTSV Spielerinnen hatten in diesem Durchgang komplett die Linie verloren und der FTSV ging mit 15:25 unter in Satz drei.
Einige taktische Wechsel brachten den FTSV Express nun jedoch wieder auf Kurs. So hatten sich unter anderem die beiden FTSV Eigengewächse Verena Hillmeier und Sandra Etzelsdorfer sorgten nun für Stabilität im FTSV Angriff. Auch wenn der Beginn des Satzes noch in Dingolfinger Hand war, so kam der FTSV mit Fortdauer des Satzes immer besser ins Spiel. Die logische Folge war der 25:22 Satzerfolg.
Somit musste der Tie-Break den Kampf um den Klassenerhalt der beiden niederbayerischen Teams entscheiden. Dabei konnte sich zunächst kein Team absetzen (4:4). Doch bereits beim Seitenwechsel hatte sich der FTSV einen beruhigenden vier Punkte Vorsprung erkämpft (8:4). Diese bauten die Straubinger Damen nun beständig aus und ließen dem TVD nur noch drei weitere Punkte. Somit gewannen die Straubingerinnen den Tie-Break mit 15:7 und das sehr wichtige Spiel in Dingolfing mit 3:2.
Dementsprechend zufrieden zeigte sich letztlich auch Interimscoach Koch: "Ein nicht überragendes Spiel das erst einmal gewonnen werden muss. Das aber auch zeigt, dass wir mental stärker geworden sind und die Mannschaft an sich glaubt, genau wie der Trainer an die Mannschaft glaubt." Sonderlob verdienten sich auch die beiden jungen Straubingerinnen Verena Hillmeier und Sandra Etzelsdorfer, die in entscheidenden Situationen immer Punktegaranten waren. Auch die, wie immer beherzt kämpfende FTSV Zuspielerin Martina Novotna verdient Erwähnung. Trotz Verletzung biss sich der Leitwolf des jungen Teams durch und ließ sich auch nicht von einer weiteren Daumenverletzung im Tie-Break mehr bremsen. "Das zeigt, dass sie eine echte Kämpferin ist", so Koch.
Durch den Erfolg hat sich der FTSV Straubing im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Süd-Ost die derzeit beste Ausgangsposition verschafft. Aktuell beträgt das Polster zum Relegationsplatz bereits vier Punkte und neun Sätze. Zudem hat der FTSV nun noch zwei Heimspiele bis zum Saisonende. Dabei treffen die Gäubodenstädterinnen noch auf Lieblingsgegner TV Planegg-Krailing (27.02.) und zum Saisonfinale den derzeitig auf dem Relegationsplatz stehenden TSV Nittenau (13.03.).
FTSV III weiter auf Aufstiegskurs
Mit zwei 3:0 Erfolgen ist das Kreisliga-Team des FTSV Straubing vom Spieltag aus Vilsbiburg zurückgekehrt. Sowohl gegen die Gastgeberinnen als auch gegen den TSV Plattling II gab sich das junge Straubinger Team keine Blöße. Somit belegt der FTSV III vier Spiele vor Schluss weiter den Aufstiegsplatz zwei in der Kreisliga Süd-West.
U16 II mit kleiner Sensation zum Saisonabschluss
Für die U16 II des FTSV gab es in der Bezirksliga am Sonntag ebenfalls noch Grund zum Feiern. Zwar verloren die Mädels von Trainer Wolfgang Schellinger das Duell gegen den Dritten Vilsbiburg (0:3). Das Spiel gegen den Vizemeister Bad Griesbach entschied das, fast ausnahmslos aus U14 Spielerinnen bestehende Team mit 3:1 für sich.
Georg Kettenbohrer
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