Ehemann mit Axt im Bett erschlagen
Die 47-jährige Brigitte S. tötet ihren 48-jährigen Mann im Schlafzimmer
Zu einer schrecklichen Bluttat ist es am Montagvormittag in Viechtach gekommen. Eine Frau hat nach Polizeiangaben ihren Mann mit einer Axt erschlagen. Am Montag tappte war die Ursache für die grausame Tat noch unbekannt.
Viechtach. (hel) Entsetzen und Fassungslosigkeit machten sich am Montag in Viechtach breit. Die Nachricht, dass Brigitte S. (47) ihren Ehemann Walter (48) mit einer Axt erschlagen hat, verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Ort. Beide waren in Viechtach bestens bekannt und so zeigten sich viele überrascht und geschockt.
Zur Mittagszeit meldete sich die 47-jährige Frau telefonisch bei den Beamten der Polizeiinspektion Viechtach. Sie gab an, "dass sie am Vormittag ihren Ehemann mit einer Axt erschlagen habe", teilt Polizeipressesprecher Klaus Pickel in einer Pressemeldung mit. Sofort seien Einsatzkräfte zum Tatort in der Nähe des Stadtplatzes ausgerückt. "Die - unverletzt erscheinende - Frau konnte vor Ort in der gemeinsamen Wohnung in einem Mehrfamilien- und Geschäftshaus festgenommen werden", so der Pressesprecher weiter.
Die Polizisten fanden den 48-jährigen Ehemann der Frau mit tödlichen Kopfverletzungen im Bett liegend in der Wohnung vor. Bei Brigitte S. wurde ein Alkoholtest durchgeführt, der zunächst negativ verlief. "Es wurden bei der mutmaßlichen Täterin trotzdem zwei Blutentnahmen durchgeführt", berichtet Pickel. Im Verlauf des heutigen Tages soll durch die Staatsanwaltschaft Deggendorf die Haft beziehungsweise Unterbringung der Frau bei einem Richter beantragt werden.
Bis in die späten Nachmittagsstunden waren Beamte der Kriminalpolizei aus Straubing vor Ort um den Tatort nach Spuren abzusuchen. Auch ein Staatsanwalt aus Deggendorf machte sich vor Ort ein Bild. "Die Vernehmungen und Ermittlungen zu dem Fall laufen auf Hochtouren", erklärt der Polizeipressesprecher.
Ebenfalls vor Ort waren eine Verwandte der Frau und deren Freund. Diese hatte die vermeintliche Täterin offensichtlich nach den tödlichen Schlägen alarmiert. Beide standen sichtbar unter Schock und wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
Über die näheren Tathintergründe ist bisher wenig bekannt. Angeblich hatte Brigitte S. die Axt erst am Vormittag in einem örtlichen Baumarkt erstanden. Warum sie die Bluttat begangen hat, ist nicht endgültig geklärt.
Klar ist, dass das Ehepaar schwere und schicksalsreiche Jahre hinter sich hat. Noch vor ein paar Jahren waren sie angesehene Geschäftsleute mit einem großen Gebäudekomplex inmitten der Stadt. Doch Probleme mit der Finanzierung ließen die Geschäftsträume platzen. Noch viel schwerer dürfte aber ein privater Schicksalsschlag gewesen sein. Ihr gemeinsamer Sohn starb im Alter von nur 16 Jahren an einer seltenen Krankheit.
Vor allem die Mutter hatte sich aufopferungsvoll um ihren Buben gekümmert ihn bis zur letzten Stunde begleitet. Ein Schicksalsschlag von dem sie sich nicht mehr erholt hatte. Sie wirkte schon angeschlagen und depressiv, beschreiben Freunde und Bekannte die Frau.
Das Ehepaar war aber stets gern gesehen in der Stadt. Vor allem Walter galt als liebevoller und humorvoller Mensch, der stets auch für andere da gewesen war. So kommt zum Entsetzen und zur Fassungslosigkeit auch die Trauer um einen lieben, netten Menschen, der auf besonders tragische Art und Weise gegangen ist.
Mehr dazu im Viechtacher Anzeiger am Dienstag, 9. Februar!
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