Spielen wir einfach großes Open-Air


Schwimm, Agnes, schwimm!


 

Das Team von "Schwimm, Agnes, schwimm" gibt wieder Gas.

Straubing. Die Geschichte der Agnes Bernauer erzählt die Gäuboden'sche Lustspielgesellschaft etwas anders, als sie jeder Straubinger kennt. Diese Version, in der die Agnes (gespielt von Tanja Deutsch) nicht nur schwimmen kann, sondern auch Volksfest, Stadtgrößen und Bademeister vorkommen und teils nicht so gut wegkommen, versteht aber jeder. 



Schwimm, Agnes, schwimm 2006 - Teil 1


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Schwimm, Agnes, schwimm 2006 - Teil 2


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Schwimm, Agnes, schwimm 2006 - Backstage


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Nach 2006 und 2007 spielt die rund 25-köpfige Gruppe um Autor Wolfgang Engel und Martin "Möpl" Jungmayr, der die Musik geschrieben hat, wieder. Und darf sich bei Hunderten treuer Fans erneut auf vollbesetzte Bierbänke mit mitsingenden und anfeuernden Zuschauern freuen: "Schwimm, Agnes, schwimm!"


Von Dienstag bis Donnerstag, wenn es dunkel wird, so um 21 Uhr, schwimmt die Agnes wieder vor der Basilika St. Jakob am Pfarrplatz. Ab 19 Uhr startet das Open-Air mit Bier- und Würstl-Verkauf, und wer einen guten Sitzplatz ergattern will, sollte da schon da sein.


Wenn Wolfgang Engel beschreiben soll, was für ein Stück "Schwimm, Agnes, schwimm" ist, kommt er leicht ins Philosophieren. Optisch und inhaltlich springt man gerne und auch die Sprache ändert sich von bayerischen Versen zu melodischen Liedern oder einem Rap. "Es spielt auf verschiedenen Ebenen - heute und im Mittelalter, und es ist nicht nur eine Agnes-Parodie, sondern auch ein Volksfeststück. Und gesungen wird auch noch." Gerade die Lieder liegen ihm am Herzen. "Die Musik trifft die Haltung des Stücks!" Mit Gregory Charamsa habe man einen Super-Sänger und Entertainer gefunden.


2005 sind Wolfgang und "Möpl" im Steiningers gesessen und haben mit Wirtin Conny geschäkert. "Draußen hat's scho gschneibt. Und da ham wir uns dacht: 'wir könnten doch ein Krippenspiel machen'!" erinnert sich der Autor und muss schmunzeln, als er sich an die drei Szenen erinnert, die er und ein paar Freunde an Heilig Abend dann um 11 Uhr vor der Kneipe eine Viertelstunde lang aufgeführt haben. 


Natürlich war das Krippenspiel vor vier Jahren auch schon eine kleine Parodie, die Mut machte zu mehr. An die 200 bis 300 Leute blieben nämlich plötzlich vor dem Steiningers stehen und waren begeistert. "Warum machen wir nicht einmal ein Stück im Sommer, größer, so als Open-Air", war die Folge-Idee geboren.


Mit den Krippenspielern und aus einem Casting im Steiningers rekrutierte man die "Schwimm, Agnes, schwimm!-Truppe" aus Stammgästen, die ein beträchtliches Know-How vereinen. Quer "vom Musiker bis zum Handwerker" konnte jeder etwas beisteuern. Sei es Galgen bauen oder Kostüm nähen oder eben Musik machen.


Der Zeitpunkt der Aufführungen ist überlegt gewählt: "Unmittelbar vor dem Volksfest erwischt Du die Leut' am Nerv" und bewusst wird auch jetzt, "wo doch schon mit Besuchern gerechnet wird", auf Eintritt verzichtet. "Wir wollen den Straubingern einfach einen schönen Sommerabend machen", betont Wolfgang Engel. Auf Umsatz bei Verköstigung und T-Shirts wird aber gehofft - die Produktion kostet auch etwas. Was übrig bleibt, wird sozialen Zwecken gespendet.


Dieses Jahr haben sich in der Besetzung einige Rollen geändert, drei bekannte Gesichter aus der großen Agnes Bernauer-Aufführung des Festspielvereins wurden mit zwei kleinen und einer großen Rolle aufgenommen. Sascha Edenhofer, der Albrecht, spielt und singt einen schmierigen Herzblatt-Moderator. 


Seine Agnes, Carmen Hartmannsgruber, hat anscheinend soviel mit Henkerstypen zu tun gehabt, dass sie nun die Sekretärin des Scharfrichters ist, und Bernd Vogel, einst der Richter auf der Festspielbühne, darf nun einmal den Albrecht spielen. Bleibt nur zu sagen: "Schwimm, Agnes, schwimm!" Damit man in der Pause wieder ein Softeis bekommt.


Ulli Scharrer

Ortsinformation:  Deutschland > Straubing


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Kategorien: Straubinger Tagblatt
Erstellt: 04.08.2009

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