Unterkunft in Marklkofen

Brandanschläge auf Flüchtlingszelt: Prozess beginnt in Landshut


Seit Sonntag steht die Zeltunterkunft in Marklkofen - seitdem wurde sie bereits zweimal Opfer von Brandanschlägen.

Eine Zeltunterkunft in Marklkofen wurde Anfang des Jahres zweimal Opfer von Brandanschlägen.

Von Redaktion idowa

Ende Januar und Anfang Februar sind zwei Fälle von Brandstiftung an einer Zelt-Unterkunft in Marklkofen im Landkreis Dingolfing-Landau bekannt geworden, die für Flüchtlinge aus der Ukraine gedacht ist. Ab 7. August steht ein 57 Jahre alter Mann wegen versuchter und vollendeter Brandstiftung in Landshut vor Gericht, nachdem die Generalstaatsanwaltschaft im Juni Anklage gegen den Verdächtigen erhoben hat.

Der 57-Jährige aus dem Landkreis Dingolfing-Landau steht in Verdacht, in der Nacht am 31. Januar und am frühen Morgen des 2. Februar die Brände an dem Zelt gelegt zu haben. Bei dem ersten Versuch habe der Mann der Mitteilung zufolge Benzin entzündet, doch die Flammen seien von selbst wieder erloschen. Beim zweiten Versuch, bei dem er Benzin in ein im Zelt aufgestelltes Heizgerät gebracht haben soll, seien die Zeltwand und die hölzerne Stützkonstruktion in Brand geraten. Der Schaden am Zelt habe fast 30.000 Euro betragen.

Gegen den mutmaßlichen Täter wurde am 5. Februar ein Haftbefehl erlassen. Die Generalstaatsanwaltschaft München legt dem Angeschuldigten nun zur Last, gehandelt zu haben, um die geplante Nutzung als Unterkunft für Flüchtlinge zu verhindern. Von einer rechtsextremistischen beziehungsweise fremdenfeindlichen Tatmotivation werde ausgegangen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.